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Das körperferne Drehgelenk zwischen Elle und Speiche: Bei druckluftbedingten Schäden ist das körperferne Drehgelenk zwischen Elle und Speiche mit rund 25% am zweithäufigsten betroffen. Zunächst ist es für einen nicht ärztlichen Leser überhaupt schwierig zu verstehen, wo das körperferne Drehgelenk zwischen Elle und Speiche überhaupt ist. Jene Region, die wir umgangssprachlich Handgelenk nennen, ist bei genauerer Betrachtung ein zusammengesetztes, sehr komplex funktionierendes Gelenk, indem eine Vielzahl von Bewegungen von unterschiedlichen Gelenkabschnitten geleistet wird. Bei Betrachtung des knöchernen Aufbaus des Handgelenkes, (bitte vergleichen Sie Bild) wird deutlich, dass am Handgelenk beteiligt sind:
Dieses körperferne Drehgelenk zwischen Elle und Speiche (distales Radio-Ulnargelenk) ist erforderlich, um Drehbewegungen von Hand und Unterarm zu ermöglichen. Arthrosen dieses körperfernen Drehgelenkes zwischen Elle und Speiche sind prinzipiell auch als Unfallfolge oder aus körpereigener Ursache möglich. Im Röntgenbild sind jedoch Unfallfolgen (zum Beispiel Brüche an Elle oder Speiche) meist gut zu erkennen. Eine Arthrose des körperfernen Drehgelenkes zwischen Elle und Speiche, ohne gleichzeitig stark an Arthrosebefall in anderen Handgelenksabschnitten, sind jedoch ausgesprochen selten. Eine isolierte Arthrose im körperfernen Drehgelenk zwischen Elle und Speiche (ohne Trauma und bei entsprechendem Vorliegen der arbeitstechnischen Voraussetzungen) ist daher sicherlich ein starkes Argument für das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Nr.2103 Subjektive Beschwerden am Handgelenk: Von Menschen, die mit Druckluftwerkzeugen arbeiten und an einer Arthrose im Gelenk zwischen Speiche und der Handwurzel (Radiokarpalgelenk) leiden, wird immer wieder berichtet, dass sie bei Arbeiten mit diesen Druckluftwerkzeugen Schmerzen im Handgelenk verspüren. Hier gibt es Krankengeschichten, die übereinstimmend sagen, dass Betroffene über Jahre erste und vorwiegende Beschwerden im Handgelenk bei Arbeiten mit Pressluftwerkzeugen haben. Diese persönliche Erfahrung führt bei vielen Betroffenen zu der sehr starken Überzeugung, dass die Arbeit mit einem Druckluftwerkzeug ursächlich für die Handgelenksbeschwerden und für die Handgelenksarthrose ist. Diese subjektiv völlig plausible Beschreibung der Schmerzen im Handgelenk darf jedoch ohne Analyse des im Röntgenbild vorliegenden Schadens weder als Pro-, noch als Contraargument bewertet werden.
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druckluftbedingte Schäden betreffen nicht das Radiokarpalgelenk , sondern das körperferne Drehgelenk zwischen Elle und Speiche. (Radiocarpalgelenk ist das Gelenk zwischen Speiche und den Handwurzelknochen körperfernes Drehgelenk ist eine gelenkige Verbindung zwischen Elle und Speiche Eine isolierte Arthrose im körperfernen Drehgelenk zwischen Elle und Speiche (ohne Trauma und bei entsprechendem Vorliegen der arbeitstechnischen Voraussetzungen) ist daher sicherlich ein starkes Argument für das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Nr.2103
Ganz wichtig ist jedoch darauf hinzuweisen, dass solche Arthrosen auch wesentlich später auftreten können, nachdem die ursächliche Belastung (das heißt die Arbeit mit vibrierenden Maschinen) längst beendet wurde.
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| BK-2103 Grundlagen Vorkommen Ellenbogen Handgelenk Schulter Kahnbein Mondbein Gelenkkörper |
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| Dr. Kurt Steffens ehemaliger Chefarzt Handchirurgie Kath. Kliniken Heidbergweg 22 45257 Essen Tel. 0173 2683610 |